„Neue Gesichter und neue Ziele“

- Im 22. Jahr ist die Partnerschaft lebendiger denn je –

22 Jugendliche und 28 Erwachsene – der älteste 78 Jahre alt! - haben sich per Bus, Auto und Flugzeug am Fronleichnamsdonnerstag auf den Weg gemacht, um unsere Freunde in Ambazac zu besuchen. 60% den Mitreisenden waren ganz besonders aufgeregt, da es für sie das erste Mal war, ihre 1100km weit entfernte Partnergemeinde zu besuchen.

Am Freitag durften die Jugendlichen mit ihren Gastschülern in die Schule gehen, um einmal zu erleben wie es in einer französischen Schule zugeht. Die jüngeren besuchten das collège (Mittelstufe) in Ambazac während die älteren mit in das lycée (Oberstufe) nach Limoges durften.


Karte Ambazac DordogneDie Erwachsenen unternahmen zur selben Zeit einen Ausflug an die Dordogne. 

 

Der Samstag wurde individuell mit den Gastfamilien gestaltet. Die meisten Erwachsenen unternahmen einen Bummel durch Limoges, wogegen die Jugendlichen Erfrischung am See oder in der Eiskunsthalle beim Schlittschuhlaufen suchten. Einige nahmen an einem Fußballturnier des A.S. Ambazac teil.

Abends trafen sich alle Gäste und Gastfamilien zu einem lockeren "Apéritif dînatoire" (eine Art kleines Abendessen) Hier wurden die Erfahrungen ausgetauscht und natürlich Pläne für das nächste Jahr geschmiedet.

Folgendes wurde diskutiert und die ersten Schritte zur Realisierung andiskutiert:

      Die Teilnahme von zwei Jugendfußballmannschaften des FC Eschenau an einem Turnier in Ambazac oder Limoges

      Das gemeinsame Musizieren der Jugendlichen vom Jugendorchester Eckental und der Musikschule Ambazac

      Und natürlich dürfen auch die jungen Sänger aus den beiden Gemeinden nicht fehlen. Diesen Teil würde Frau Büttner, die hier die Bartholomäus Singers betreut, übernehmen.

Als Termin wird das Himmelfahrtwochenende 2010 priorisiert.

Am Sonntag früh stand leider schon wieder der Bus bereit um uns nach Hause zu fahren. Um die Fahrzeit zu verkürzen erzählten einige ihre individuellen Erlebnisse und sprachen über ihre Ängste, Erwartungen, Erlebnisse und gaben ein kurzes Fazit ab:

Herr Christann (1. Vorsitzender FC Eschenau):

Mein persönliches Highlight war die spontane (von den Franzosen bereits eingeplante) Teilnahme meiner beiden Jungs an einem französischen Fußballturnier. Oliver und Mathias spielten im Trikot des A.S. Ambazac und holten mit ihrer "neuen" Mannschaft den 1. Platz.

Herr Fink (lokaler Historiker):

Um Erinnerungen aufzufrischen gingen wir auch in ein Ambazacer Restaurant. Die Wirtin holte sofort einen englischen Gast der als Dolmetschen unsere Erinnerungen weitergab. Das nenne ich Völkerverständigung! Auch die schönen Landschaft ist eine Reise wert.

  Frau Büttner (Bartholomäus Singers):

Meine Befürchtung war, dass mein Wortschatz zu gering sei. Jedoch kann man mit wenigen Worten GANZ VIEL sagen. Als mich meine neue Freundin bei einem Galeriebesuch der Chefin des Hauses mit den Worten „mon amie“ (meine Freundin) vorstellte, war ich total aus dem Häuschen.


Volker aus Oberlindelbach:

Diese Liebenswürdigkeit und Bereitschaft gleich voll integriert zu werden, sodass ich auch an einem Treffen mit dem hiesigen Fanclub teilnehmen konnte, ist fantastisch.

Anna eine Schülerin aus einer Latein Klasse:

Ich kam in eine Familie in der die Tochter deutsch und die Eltern ein wenig englisch sprachen. Außerdem gibt es ein Wörterbuch und mit Hände und Füße kann man auch eine ganze Menge ausdrücken. So kann ich nur jedem sagen: „man kann sich super verständigen, auch wenn man die Sprache nicht spricht!“

Tobias – Schüler – lernt das 2. Jahr Französisch:

Als ich erfuhr dass ich alleine in eine Gastfamilie soll, bekam ich etwas Angst. Schnell habe ich aber gesehen, dass sich diese Befürchtungen in Wohlgefallen aufgelöst hatten. Denn die Franzosen haben mich verstanden!

Ich kann nur jedem empfehlen mit zu fahren und am besten alleine in eine Familie zu gehen, da man dann „gezwungen“ zu reden.

 

Weitere Anmerkungen:

- endlich können wir in Französisch fluchen – die Schule ist da viel lockerer, kein Frontalunterricht - soviel Liebenswürdigkeit, mit der Zeit kann das einem etwas nerven – wir möchten keine Stunden missen - ich wäre noch 5 Std. länger gefahren - wir freuen uns jetzt schon auf den Gegenbesuch! -

 


Schifffahrt auf der Dordogne

An Bord der "Gabares Norbert", einem traditionellen Flussschiff, entdeckten wir die schönsten Burgen, Schlösser und Dörfer des Dordogne-Tales und die reizvolle Landschaft.
Ausgangspunkt: La Roque-Gageac

Besuch des mittelalterlichen Städtchen "Domme", welches heute zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört.

Christine Bajus