9.07.11
Komplett auf mich allein gestellt, trat ich meine 1.große Reise an. Mein Zielort: Frankreich-Paris-Limoges-Ambazac. Zuerst fuhr ich mit dem ICE von Frankfurt nach Paris, dort musste ich in die Metro umsteigen, um dann weiter mit dem Zug nach Limoges, wo mich meine 1.Gastfamilie schon gespannt mit einem Namensschild von mir erwartete, zufahren.

11.07.11 9:00
1.Tag meines Praktikums im Centre de loisirs in Ambazac. 35 kleine Kinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren schauten mich gespannt mit großen Augen an. Doch nach kleinen Berührungsängsten kamen sie offen auf mich zu, fragten mich nach meinem Namen (dessen Aussprache für Franzosen immer wieder auf ein Neues zur Herausforderung wurde) und ich wurde gleich in den Alltag mit einbezogen. Schon nach einem Tag konnte ich meinen Schoß nicht mehr vor kleinen Kindern retten und am Maltisch waren meine mittelmäßig „guten“ Zeichnungen heiß begehrt. Was für mich neu und ungewohnt war, waren die Mahlzeiten. Selbst die Kleinsten aßen komplett selbstständig mit uns in der Mensa das 3-Gänge-Menü, welches für die Kindergärtner/innen mit Käse vervollständigt wurde. Mindestens 2-mal die Woche unternahmen wir Ausflüge. Von Kino (Cars, Schlümpfe), Ponnyhof, Insektenforschung und Ziegengehege, über Bowling und Spielhalle war alles dabei. Ein Highlight war der Spaziergang mit den Eseln in einer 1,5 Stunden entfernten Stadt, bei dem jedem Erzieher ein Esel zugeteilt wurde, welcher mehr oder weniger willig machte, was wir wollten.
17:00 Feierabend. Erschöpft und müde war ich doch immer froh abgeholt zu werden und ein bisschen Ruhe zu haben.

Jeden Sonntag hieß es für mich auf ein Neues Kofferpacken, um in eine neue Familie umzuziehen.
Während meines 5-wöchigen Aufenthalts in Frankreich wechselte ich 4-mal die Familie. Dies war teilweise ziemlich stressig für mich: Koffer auspacken, die neue Familie kennen lernen und nach einer Woche schon wieder packen und Abschied nehmen. Jedoch gab mir dies ebenfalls die Chance, Einblicke in verschiedene französische Familien, ihre Lebensweisen und Rituale zu bekommen. Die Familien waren sehr unterschiedlich, eine jedoch netter als die andere. Zu meiner Freude unternahmen sie teilweise auch viel mit mir (Schwimmbad, Autorennen, Picknick in den Bergen, Limoges/Collonges/Brive anschauen,…)


15.08.11 Nun hieß es für mich Abschied zunehmen von der letzten Familie, welche mich in das 1-stündig entfernte Seilhac in ein Hotel fuhr, wo ich meine letzte Nacht in Frankreich verbrachte. Mein 5-wöchiger Aufenthalt wurde durch ein Feuerwerk am Abend schön abgerundet.


16.08.11
5:30 Nachdem die Nacht kurz war und ich schlecht geschlafen hatte, trat ich um 7 Uhr meine Heimreise mit einer Gruppe aus Hilpotstein an,welche für eine Woche ihre Partnerstadt besuchte. Zu diesem Zeitpunkt lagen vor mir noch 14 Stunden Fahrt mit 4 Halten bei Raststätten. Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Frankreich, doch die Freude auf zuhause überwiegte in diesem Moment.

Mit diesem kleinen Eindruck von meinem Frankreichaufenthalt möchte
ich mich auch bei allen bedanken, die mich tatkräftig bei der Organisation unterstützt haben.


Franzi S.