Auch dieses Jahr fuhren wieder zahlreiche Eckentaler Bürger und Schüler über Christi Himmelfahrt zu ihrer Partnerschaftsgemeinde nach Ambazac, um dort Freunde und gute Bekannte zu besuchen.

Am Abschiedsabend in unserer Gastfamilie, bei gutem Essen und Trinken, bei dem auch einige Nachbarn eingeladen waren, fragten uns unsere französischen Gastgebern, ob wir das Lied „Sag Warum“ kennen, gesungen von Camillo Felgen (1959). Mit ein paar Mausklicks konnten wir den nostalgischen Song im Internet finden und die Bedeutung des Liedes erklären!

Der Titel des Liedes ist eine gute Frage!
WARUM“ treffen sich alle 2 Jahre im Wechsel Eckentaler und Ambazacer nun schon seit 24 Jahren, und verbringen miteinander einige schöne Tage?
Die Antwort ist ebenso einfach wie der Text des Liedes: Die Neugierde und das Interesse über den eigenen Herd zu schauen, andere Länder, Leute und Sitten kennen zu lernen und … wo könnte man das besser, als bei einer gemeindlichen Partnerschaft wie zwischen Eckental und Ambazac. Durch das Eintauchen in die Gastfamilien haben sich in dieser langen Zeit viele feste und teilweise auch familiäre Freundschaften entwickelt, die weit über die Standardbegegnungen hinausgehen. Man zeigt gerne seinen Gästen die eigene Lebensweise, spricht in der jeweiligen Landessprache, wenn auch in vielen Fällen mit Hilfe von Wörterbüchern, Händen und Füßen oder in anderen Sprachen und zeigt stolz die Schönheiten seiner Umgebung.

Auch diese Jahr durfte die Eckentaler Delegation die Herstellung von Schieferziegeln in einem Schieferbruch und das Museum des ehemaligen französischen Präsidenten Jaques Chirac besuchen. Die Ambazacer waren dabei Dolmetscher und Reiseleiter. Die mitgereisten Schüler lernten an diesem Tag einen Schulalltag einer französischen Schule kennen, und nehmen sicherlich viele neu gelernte Wörter und Eindrücke in ihren schulischen Alltag mit.

Der Höhepunkt einer jeden Reise ist der gemeinsame Festabend, bei dem sich auch in diesem Jahr wieder die Gastfamilien mit Ihren deutschen Gästen trafen und bei gutem Wein, fränkischem Bier und Tanz einige fröhliche Stunden erlebten.

Auch wenn die Gründungsväter der Partnerschaft in die Jahre gekommen sind bzw. teilweise nicht mehr leben, ist die Partnerschaft jung beblieben. Bleibt zu hoffen, dass die vielen „Jungen“ die bereits bei vielen Begegnungen dabei waren, diese wunderbare Freundschaft weiterpflegen und jung erhalten.

Die Eckentaler blicken schon jetzt mit viel Freude auf das 25-jährige Jubiläum dieser einzigartigen Verbindung im nächsten Jahr, mit geplanten Feierlichkeiten in Eckental!

Berichte der Schüler:

Noah

Nachdem wir am Donnerstag sehr freundlich empfangen wurden, wurden wir auf Gastfamilien verteilt. Am nächsten Tag gingen wir mit in das College, welches uns sehr chaotisch vorkam, obwohl es dort viele Aufpasser gibt die für Ordnung sorgen!

Am Samstag waren wir in Limoges beim Eislaufen und haben danach die Stadt besichtigt.

Am Abend gab es im „Salle de Fête“ den Partnerschaftsabend mit einem kalten Buffet, Musik und Tanz. Am Sonntag war ein freier Tag in der Familie, an dem ich und mein Korrespondent den Flohmarkt und den See de Saint-Pardoux besuchten.

Manuel + Andrey

Uns hat sehr gefallen, weil wir gelehrt haben wie wir uns verständigen können, obwohl wir nicht gut französisch sprechen können. Dazu haben unser Gastfamilien beigetragen, indem sie sich bemüht haben, langsam und deutlich zu sprechen. Außerdem haben wir viele schöne Sachen gemacht, wie z.B. Kirchweih oder die Feier am Samstag. Was nicht so toll war, war die lange Fahrt und manchmal auch das Essen, aber es war ein Erlebnis was wir gerne wiederholen möchten!

Laura

  • Donnerstag: Ankunft 18:30h
  • Freitag: Schultag
    • Beginn 8:45h - Ende ca. 17h
      Jede Stunde dauert ca. 55 Minuten. Wir hatten jedoch das Gefühl, dass jede Stunde unterschiedlich lange dauert.
  • Samstag:
    • Eislaufen mit anderen Austauschpartner in Limogesdanach
    • Fête de la Forêne (Kirchweih) und Fête du Jumelage (Partnerschaftsfest)
  • Sonntag – freier Tag
    •   Flohmarkt durch ganz Ambazac – sehr altmodische Sachen
    •   Souvenirs kaufen für Familie/Freunde und Bekannte …
    •   den Rest des Tages genießen -->weil letzter Tag

Eleni

Die 14 Stunden Fahrt nach Ambazac hat sich gelohnt, denn wir haben viel erlebt und haben echte französische Lebensart kennen gelernt.

In der Schule, in die wir mit unseren <<corress>> gegangen sind, haben wir einen langen Schultag (bis 17h!) erlebt, incl. mehr oder weniger guten Essens in der Schulkantine. Viele Franzosen haben sich in den Pausen mit uns „unterhalten“, auf Deutsch -Französisch - Englisch und mit Händen und Füßen und alle waren sehr freundlich.

Am Samstag haben wir ein Museum mit Mineraliengesteinen besucht, Die Steine waren sehr schön. Als typische „Sommeraktivität“ sind wir Jugendliche am Nachmittag „Schlittschuhlaufen“ in einer Eislaufhalle in Limoges gegangen.

Aber am allercoolsten war definitiv am Abend das Fest der Partnerschaft. Es gab ein leckeres Buffet und als dann Musik gespielt wurde, haben plötzlich ein paar angefangen mit ihren Servietten in der Luft zu wedeln. Die gute Laune war so ansteckend, dass alle mitmachten. Eine richtige „Gaudi“, so etwas hab ich noch nie erlebt. Dann wurde die Tanzfläche eröffnet und die Franzosen haben uns einen Tanz gezeigt, bei dem alle mitgemacht haben! Bis nach Mitternacht wurde heiter und verrückt (mit Perücken) getanzt und gefeiert.

Ich freue mich schon auf das nächste Treffen!

Isabella

Die Ambazacfahrt war super. Meine Familie war total nett, höflich und hat sich immer darum gekümmert, dass es meinem Bruder und mit gut geht. Wir haben viel gemacht, z.B. waren wir Eislaufen, auf der Kirschweih in Ambazac, oder beim „Lasergame“. Am Freitage waren alle Schüler den ganzen Tag mit ihren Austauschpartner in der Schule. Der Unterricht dort dauert nach meiner Meinung nach viel zu lang – nämlich bis 17h – ist ziemlich chaotisch und in der zweistündigen Mittagspause müssen alle Schüler in die Mensa. Am Samstagvormittag waren wir mit anderen Familien im Mineralmuseum von Ambazac und am Abend waren fast alle Familien beim Fest der Partnerschaft, wo die Franzosen total verrückt mir ihren Austauschleuten getanzt haben. Außerdem gab es immer total viel zu essen – jeden Tag ein Drei-Gänge-Menü. Ich finde es cool, dass ich dabei war und würde jederzeit wieder mitfahren.

Sophia

Am ersten Abend waren wir in einem Saal und haben gehört, war wir alles machen werden.

ALSO: Am erstem Tag haben wir gesehen, wozu man Schiefersteine benutzt. Dann waren wir noch in einem Museum. Dort haben wir gesehen, was der ehemalige Präsident von Frankreich von anderen Ländern geschenkt bekommen hat.

Am nächsten Tag waren wir wieder in einem Museum und haben Kristalle gesehen. Die meisten haben geglitzert. Nach dem Essen ging es nach Limoges und wir haben ein wenig eingekauft und geschaut! (eine Hochzeit, ein toller Park, den berühmten Bahnhof…)

Am Abend waren alle wieder im Saal und haben gegessen, Bilder angeschaut und getanzt.

Am letzten Tag gab es kein offizielles Programm. Meine Familien hat mit uns den Flohmarkt von Ambazac angeschaut. Anschließend gab es Mittagessen und danach sind wir zu einer anderen Familie gegangen, denen wir Blumen und Gummibärchen mitgebracht haben.

Am Schluss haben wir noch Tiere, wie Mäuse, Kaninchen, Meerschweinchen und Fische angeschaut. Wenn ich eine Note drauf geben dürfte, dann wäre es eine 1*.